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Schloß-Apotheke

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Sonnenbrand

Sonnenbrand,
Dermatitis solaris, Heliodermatitis:

Entzündung der Haut, die durch zu lange oder intensive Einwirkung von natürlicher oder künstlicher ultravioletter (UV-) Strahlung einer Höhensonne (u. a. Sonnenlicht, Solarium) entstanden ist. Besonders gefährlich ist die starke UV-Strahlung am Meer oder im Gebirge, wo sie durch Wasser oder Schnee zusätzlich reflektiert wird.

Befund: Sonnenbrand entwickelt sich innerhalb einer erscheinungsfreien Zeit von 6 bis 8 Std. nach der Bestrahlung. Zunächst zeigt sich eine Hautrötung, bei schwerem Sonnenbrand kann es zusätzlich zu Blasen- und Krustenbildung kommen. Ist der Sonnenbrand großflächig, treten Unwohlsein, Kältegefühl, Fieber und Kreislaufstörungen auf. Die Abheilung erfolgt meist nach 1 bis 2 Wochen, teils unter Hinterlassung von stärker pigmentierten Hautarealen.

Behandlung: Die betroffenen Stellen werden mit feuchten Umschlägen gekühlt, zusätzlich werden hautpflegende Substanzen (z. B. Panthenol) eingesetzt. Wichtig ist es, den Flüssigkeitsverlust über die Haut durch Trinken auszugleichen. Rasche Linderung bei ausgeprägtem Sonnenbrand bringt der kurzfristige Einsatz von Kortikoiden in Form von Cremes, Tabletten oder auch Injektionen.

Vorbeugung: Den besten Schutz vor Sonnenbrand bietet die Vermeidung des Aufenthalts in starker Sonne, insbesondere der Verzicht auf Sonnenbäder, v. a. in der Zeit der intensivsten Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr. Außer dem Auftragen von Sonnenschutzmitteln sollten weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden: Kopfhaut und Gesicht sollten mit einem breitkrempigen Sonnenhut, der übrige Körper durch Kleidung aus Naturfasern, am besten in dunkleren Farben (die nur wenig UV‐Strahlung durchlässt), vor Sonnenbestrahlung geschützt werden. In Ländern mit besonders intensiver UV-Strahlung (z. B. Australien) ist Spezialkleidung für längere Aufenthalte in der Sonne erhältlich. Zur Vermeidung von Augenschäden sind UV-undurchlässige, geprüfte Sonnenbrillen empfehlenswert. UV-A-Strahlung durchdringt auch Gläser (z. B. Autoscheiben). Durchnässte Kleidung bietet keinen ausreichenden Sonnenschutz mehr. Da wiederholte schwere Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter erwiesenermaßen Risikofaktoren für die spätere Entwicklung von Hautkrebs darstellen, sind Kinder ganz besonders vor Sonnenbrand zu schützen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010

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